Ratgeber Bluthochdruck

Informationen für Betroffene und Angehörige

Therapie von Bluthochdruck

Neben der medikamentösen Therapie bildet die Veränderung des Lebensstils eine wichtige Grundlage der Behandlung von Bluthochdruck . Wenn sich durch die Veränderung der Lebensweise der Bluthochdruck bessert, kann auf eine medikamentöse Therapie gegebenenfalls verzichtet werden. Kann der Blutdruck durch die Umstellung der Gewohnheiten nicht verändert werden, verordnet der Arzt einen bis drei Wirkstoffe, um den Blutdruck zu kontrollieren. Diese ergänzen sich im Idealfall zu einer Wirkung, die eine niedrige Dosierung jedes einzelnen Medikaments und die entsprechende Reduzierung von Nebenwirkungen ermöglicht. Bei der Wahl der Medikamente werden das Alter und die möglichen Begleiterkrankungen des Hypertonikers berücksichtigt.

Medikamentöse Therapie

Die Senkung des Blutdrucks ist beispielsweise durch sogenannte Thiaziddiuretika möglich, die die Harnproduktion der Nieren steigern. Durch die vermehrte Wasserausscheidung sinken der Wassergehalt in den Blutgefäßen und damit auch der Blutdruck. Betablocker verlangsamen die Herzarbeit und senken damit den Sauerstoffbedarf des Herzens. Es wird weniger Blut in die Arterien gepumpt, was auch den Blutdruck verringert. ACE-Hemmer verhindern, dass der Körper zuviel Salz oder Wasser speichert und vermindern dabei den Widerstand in den Blutgefäßen. Kalziumantagonisten erweitern die Blutgefäße und senken – ähnlich den Betablockern – den Sauerstoffbedarf des Herzens. Bei etwa 20–30 % aller Hypotoniker, besonders bei älteren und übergewichtigen Patienten, besteht auch bei Gabe von drei Wirkstoffen eine Therapieresistenz. In diesem Fall liegt meist eine sekundäre Hypertonie zugrunde.

Lifestyle changes

Eine wichtige therapiebegleitende Maßnahme ist die Veränderung der Lebensgewohnheiten, sofern diese einen negativen Einfluss auf den Blutdruck haben. Sogenannte Lifestyle changes stehen in der Priorität noch vor der Medikamentengabe. Wichtig ist die konsequente und motivierte Durchführung der Umstellung, was vielen Betroffenen schwer fällt, aber nachhaltig der Gesundheit zugute kommt.

Auf die Ernährung kommt es an

Sofern Hypertoniker an Übergewicht leiden, ist Abnehmen eine Möglichkeit, den Blutdruck zu senken. Pro verlorenes Kilogramm kann der Blutdruck um bis zu 2,5 mm Hg sinken. Effektiv lässt sich der Blutdruck auch durch eine salzarme Ernährung reduzieren. Dazu sollte man nicht mehr als 5 g Salz – etwa einen Teelöffel – pro Tag zu sich nehmen. Wer fettarm isst, kann sein Übergewicht reduzieren und vermeidet die für zu hohen Blutdruck negativen ungesättigten Fettsäuren. Obst und Gemüse sollten Bestandteil der Ernährung jedes Menschen sein, helfen aber besonders Hypertonikern, ihren Blutdruck zu senken.

Das Rauchen einstellen

Ein unmittelbarer Zusammenhang besteht zwischen Rauchen und Bluthochdruck nicht. Dennoch steigt für Raucher, die an Hypertonie leiden, das Risiko, eine Herzkranzgefäßverengung und infolgedessen einen Herzinfarkt zu erleiden, stark an. Rauchen führt nämlich zu Arteriosklerose (Arterienverkalkung) und zur Herzkranzgefäßerkrankung, die beide auch Folgeschäden von arterieller Hypertonie sind.

Barbara Kliem

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Bluthochdruck-News von Curado.de

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  • Hoher Blutdruck tut nicht weh
    Bluthochdruck ist eine der am weitesten verbreitete Krankheit. Er ist gut behandelbar, kann aber fatale Folgen haben, wenn er unbehandelt bleibt. Doch die meisten Patienten verspüren zu Beginn der Erkrankung keinerlei Beschwerden. Ganz im Gegenteil. Sie fühlen sich zunächst sehr viel leistungsfähiger und vitaler. Erst wenn bereits Organe in Mitleidenschaft gezogen wurden, wird der Bluthochdruck bemerkt.
  • Durch Stressbewältigung den Blutdruck regulieren
    Von Herz-Kreislauferkrankungen über Nierenversagen bis hin zur Erblindung können die Folgen von dauerhaft erhöhtem Blutdruck sein. Da Stress den Blutdruck wesentlich beeinflusst, kann gezielte Entspannung nicht nur vorbeugend, sondern auch heilend wirken.
  • Stress ist ein bedeutender Risikofaktor für Bluthochdruck
    Bluthochdruck ist eine der häufigsten Erkrankungen in Deutschland und weltweit, mit katastrophalen Folgen wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Nierenversagen und Erblindung. Für die Vorbeugung und die Therapie des Bluthochdrucks sind nicht nur Blutdruckmedikamente, sondern ein gesunder Lebensstil von großer Bedeutung.