Ratgeber Bluthochdruck

Informationen für Betroffene und Angehörige

Wissenswertes

Blutdruckprotokoll

Das Führen eines Blutdruckprotokolls ist sinnvoll, um die Veränderung des Blutdrucks zu dokumentieren und zu beobachten, inwiefern sich die Veränderungen in der Lebensführung auf die Hypertonie auswirken. Eine regelmäßige Besprechung des Protokolls mit dem behandelnden Arzt ermöglicht die Anpassung der Therapie.

Bewegung und Entspannung

Neben der Umstellung der Essgewohnheiten ist auch die richtige Mischung von körperlicher Aktivität und Entspannungsphasen für den Blutdruck maßgeblich. Dabei ist wichtig, dass das körperliche Training individuell auf die betroffene Person zugeschnitten und mit dem Arzt abgesprochen ist. Gerade Betroffene, die vorher keinerlei sportliche Aktivität ausgeübt haben, sollten nicht plötzlich Kraft- oder Hochleistungssportarten beginnen. Ausdauertraining in Form von Walken, Schwimmen, Radfahren oder Wandern ist eine effektive Art von körperlicher Betätigung für Hypertoniker. Die Aktivität sollte an drei Tagen in der Woche für mindestens 30 Minuten ausgeübt werden. Ebenso wichtig wie die körperliche Betätigung ist die Entspannung. Stress, ob beruflich oder privat, wirkt sich negativ auf den Blutdruck aus. Stresshormone – sogenannte Katecholamine – bewirken, dass sich die Blutgefäßmuskulatur zusammenzieht. Dadurch nimmt der Gefäßwiderstand zu und der Blutdruck erhöht sich. Entspannungsübungen wie Autogenes Training, Yoga oder Meditation können sich positiv auf den Blutdruck auswirken.

Alkoholkonsum

Der Genuss von Alkohol lässt den Blutdruck kurzfristig steigen. Hypertoniker sollten den Genuss von Alkohol unbedingt begrenzen, weil Hypertonie bei hohem Alkoholkonsum diese Phasen der Blutdrucksteigerung verlängern kann. Empfohlen ist der Konsum von nicht mehr als 21 Einheiten Alkohol pro Woche für Männer und maximal 14 Einheiten pro Woche für Frauen. Die Einheiten berechnen sich aus der Menge und dem Alkoholgehalt des Getränks: Dazu wird die Menge in Milliliter mit dem Volumenprozent des Getränks multipliziert und durch 1000 dividiert. Eine 0,75 Liter-Flasche Wein mit 12 % Vol. entspricht damit 9 Einheiten.

Salzgehalt in Lebensmitteln

Um die empfohlene Tagesdosis von 5 g Salz nicht zu überschreiten, ist es wichtig, dass Patienten mit Bluthochdruck den Salzgehalt von Lebensmitteln kennen. Salzarm sind beispielsweise Milch, Joghurt und Quark, Eier, Nudeln, Reis, Getreideflocken, Kartoffeln sowie frisches und tiefgekühltes Gemüse und Obst. Einen mittleren Salzgehalt haben Frischkäse, Schalen- und Krustentiere, geräucherte Makrelen, Zwieback, Gebäck, Roggenmischbrot, Weizenbrot, Gemüsekonserven und Gemüsesäfte. Besonders salzhaltige und damit für Hypertoniker zu vermeidende Lebensmittel sind Salz- und Laugengebäck, Käse, Wurst, Schinken, Speck, Fischkonserven, eingelegtes Gemüse sowie alle Salzarten und –produkte.

Pulmonale Hypertonie

Neben der arteriellen Hypertonie, bei der der Hochdruck in den Arterien herrscht, gibt es die sogenannte pulmonale oder pulmonal-arterielle Hypertonie , die den Bluthochdruck im Lungenkreislauf bezeichnet. Symptome sind eine stark eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit, Kreislaufstörungen und Müdigkeit. Eine pulmonale Hypertonie wird diagnostiziert, wenn der durchschnittliche Blutdruck in der Lungenschlagader auf mehr als 25 mm Hg im Ruhezustand und über 30 mm Hg unter Belastung ansteigt.

Barbara Kliem

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Bluthochdruck-News von Curado.de

  • Vorsicht, Morgenhochdruck!
    Früh morgens steigt der Blutdruck auch bei Gesunden ein wenig an, das ist sinnvoll für den Körper. Für Hochruckkranke kann dies aber auch zu unerwünschten Blutdruckspitzen führen, berichtet das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". Anzeichen dafür: Druck im Kopf, pochende Schläfen, vielleicht sogar Brustschmerzen.
  • Hoher Blutdruck tut nicht weh
    Bluthochdruck ist eine der am weitesten verbreitete Krankheit. Er ist gut behandelbar, kann aber fatale Folgen haben, wenn er unbehandelt bleibt. Doch die meisten Patienten verspüren zu Beginn der Erkrankung keinerlei Beschwerden. Ganz im Gegenteil. Sie fühlen sich zunächst sehr viel leistungsfähiger und vitaler. Erst wenn bereits Organe in Mitleidenschaft gezogen wurden, wird der Bluthochdruck bemerkt.
  • Durch Stressbewältigung den Blutdruck regulieren
    Von Herz-Kreislauferkrankungen über Nierenversagen bis hin zur Erblindung können die Folgen von dauerhaft erhöhtem Blutdruck sein. Da Stress den Blutdruck wesentlich beeinflusst, kann gezielte Entspannung nicht nur vorbeugend, sondern auch heilend wirken.
  • Stress ist ein bedeutender Risikofaktor für Bluthochdruck
    Bluthochdruck ist eine der häufigsten Erkrankungen in Deutschland und weltweit, mit katastrophalen Folgen wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Nierenversagen und Erblindung. Für die Vorbeugung und die Therapie des Bluthochdrucks sind nicht nur Blutdruckmedikamente, sondern ein gesunder Lebensstil von großer Bedeutung.